Bullets over Broadway

„Ich habe mal in einer Revue in Wichita mitgespielt. Sie hieß ‚Machen Sie sich frei’“. Olive (Jennifer Tilly) ist die wahrscheinlich schlechteste Schauspielerin der Welt, sie ist aber auch und vor allem Mr. Valentis Konkubine. Mr Valenti (Joe Viterelli) wiederum ist Mafiosi und sponsert das neue Stück des jungen Broadway-Autors David (John Cusack). Allerdings nur unter der Bedingung, dass Olive die Hauptrolle spielen darf.

Es ist nicht nur dieser Konflikt zwischen Kunst und Kohle, der den hoffnungsvollen Autor zur Verzweiflung treibt. Auch sein Stück mit allerhand egozentrischen Darstellern und dramaturgischen Schwächen scheint kein richtiger Bringer zu sein. Dann aber schlägt Olives etwas beschränkter Bodyguard Cheech (Chazz Palminteri) zu und Textänderungen vor. Dadurch kommt nicht nur Leben ins Stück, Cheech weiß auch genau, wie man der untalentierten Olive einen letzten veritablen Abgang verschafft.

In seinem 25. Film übertraf sich Woody Allen selbst: Angereichert mit der Jazzmusik der 20er, ironischen Querverweisen und unschlagbarem Dialogwitz ist „Bullets over Broadway“ eine anspielungsreiche und augenzwinkernde Betrachtung über die „hohe“ Kunst, das Drama des wahren Lebens und die Scheinwelt Hollywoods.

 

Bullets over Broadway USA 1994, 99 Minuten, ab 12 Jahren, R: Woody Allen D: Jim Broadbent, John Cusack, Harvey Fierstein, Chazz Palminteri

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