Easy Rider

Die beiden Aussteiger Wyatt und Billy verdienen durch einen Drogendeal in Los Angeles genug Geld, um endlich ihren großen Traum wahr werden zu lassen: Eine Motorradtour quer durch die USA zum „Mardi Gras“ in New Orleans.

Schon bald wird die Szenerie düsterer: Wüsten und Gebirge, Bruchbuden und Paläste, stockwerkhohe Werbeplakate mitten im Monument Valley, verträumte Blumenkinder und stiernackige Provinzler, Trance und Amoklauf. Sie ziehen Ablehnung und Haß auf sich wie Wesen von einem fremden Stern, bis sie schließlich auf einer staubigen Landstraße in Lousiana völlig grundlos erschossen werden.

„Easy Rider“ ist eine Art archäologischer Kulturfilm, der die Überreste der Hippie-Generation bewahrt. Dank seines 300000-Dollar-Budgets – finanziert von Peter Fondas Gage aus „Wild Angels“ – fehlte dem Film die Seriösität standardisierter Hollywood-Produktionen. Er wirkt improvisiert, lässig und verspielt, eben „easy“. Um so größer der Schreck, wenn sich die beiden Helden am Schluß in ihrem Blut wälzen.

Die Musik – Fondas Lieblingsstücke – illustriert den Film nicht nur, sie reißt ihn förmlich mit. Erst wenn Steppenwolfs „Born to Be Wild“ erklingt, wird aus dem Motorradfahren ein Aufbruch. Und erst wenn die Byrds „I Wasn’t Born to Follow“ singen, wird die Reise auch zur Rebellion.

 

Easy Rider USA 1969, 95 Minuten, ab 16 Jahren, R: Dennis Hopper, D: Peter Fonda, Dennis Hopper, Jack Nicholson, Karen Black

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