Good Bye Lenin!

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„Mein Name ist Alexander Kerner, ich bin Bürger der Deutschen Demokratischen Republik, und ich habe ein Problem: Die Mauer ist weg.“ Nicht nur das. Kurz bevor der real existierende Sozialismus abgewickelt wird, ist auch noch Alexanders Mutter ins Koma gefallen. Als sie ein paar Monate später wieder zu sich kommt, hat der Klassenfeind gesiegt und den Osten annektiert. Davon darf die überzeugte Genossin nichts wissen: Zu schwach ist ihr krankes Herz, als dass sie so eine Hiobsbotschaft überleben würde. Um Mama zu retten, lässt Alex die DDR auf 79 Quadratmetern Plattenbau wieder auferstehen…

Wolfgang Becker erzählt in „Good Bye Lenin!“ eine ebenso komische wie rührende Episode der deutsch-deutschen Geschichte. Im Gegensatz zu Filmen wie „Sonnenallee“ oder „Helden wie wir“ degeneriert die DDR bei ihm allerdings nicht zur sentimentalen Nummernrevue zwischen Plaste und Elaste, Broiler und Blauhemd. So ist es nicht nur Alex’ halsstarrige Mutter, der der Abschied von der DDR schwer fällt. Auch für ihn bedeutet der Mauerfall einen empfindlichen Verlust: Das Land seiner Kindheit ist ein für allemal verloren.

Beckers mit unzähligen Preisen überhäufte Tragikomödie, in der nicht nur eine Nation, sondern vor allem eine Ostberliner Familie zusammen wächst, beleuchtet daher auch die Schwierigkeiten erwachsen zu werden.

 

Good Bye Lenin! D 2003, 120 Minuten, ab 6 Jahren, R:Wolfgang Becker, D:Daniel Brühl, Kathrin Saß, Florian Lukas

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