Zusammen ist man weniger allein (Ensemble, c’est tout)

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Jung und schön ist sie und eine begnadete Zeichnerin. Doch ihren Lebensunterhalt will Camille nicht etwa als Künstlerin verdienen, sondern als Putzfrau. Franck, der gestresste Gourmetkoch, müsste sich um seine Großmutter kümmern, verbringt seine Zeit aber lieber mit diversen Frauen zwischen den Laken. Er wohnt bei Philibert, einem kauzigen Adeligen, der davon träumt, Schauspieler zu werden, wegen eines Sprachfehlers aber als Postkartenverkäufer arbeitet. Großherzig holt dieser die schüchterne Camille aus ihrer eisigen Mansarde und nimmt sie in seiner weitläufigen, mit allerlei Kleinodien vollgestellten Wohnung auf. Durch die neue Mitbewohnerin verbessert sich nicht nur das Klima in der Männer-WG, bald schon lässt Camille Francks Herz höher schlagen.

Claude Berris Beziehungskomödie basiert auf Anna Gavaldas gleichnamigem Roman. Die Dialoge sind authentisch, witzige Sprüche und nachdenkliche Töne wechseln ab, und in den besten Szenen wird erfreulicherweise ganz auf den Text verzichtet, zum Beispiel wenn Camille von der fragilen „Fachfrau für Oberflächen“ zur Furie mutiert und kurzerhand Francks Stereoanlage aus dem Fenster schmeißt.

Wer sich einen Sinn für wunderbar altmodisches und kitschiges Kinovergnügen bewahrt hat, wird sich mit Freuden in den Kinosessel fallen lassen.

 

Zusammen ist man weniger allein (Ensemble, c’est tout) Frankreich 2006, 97 Minuten, ohne Altersbeschränkung, R: Claude Berri D: Audrey Tautou, Laurent Stocker, Françoise Bertin, Guillaume Canet

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