Die fetten Jahre sind vorbei

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Dass die Welt ungerecht ist, wussten wir ja schon lange vor der aktuellen Finanzkrise; wie man das ändern kann allerdings nicht. Jan und Peter, die Helden in Hans Weingartners moderner Gesellschaftssatire, haben da eine Idee: Sie steigen nachts in Villen ein, stehlen allerdings nichts, sondern stellen nur die Möbel um: das Designer-Sofa in den Pool, die Hifi-Anlage in den Gefrierschrank. Kommen die Besitzer nach Hause, finden sie ein einziges Chaos vor – und Botschaften wie „Die fetten Jahre sind vorbei“. Gezeichnet: „Die Erziehungsberechtigten“.

Als Jan zum ersten Mal Peters Freundin Jule zur revolutionären Wohnraumgestaltung mitnimmt, steht urplötzlich der Hausherr in der Tür. Die Situation eskaliert …

Weingartner erzählt eine Geschichte von Widerstand und Anpassung, großen Idealen und kleinen Fluchten. Ein ungemein politischer Film, der im zweiten Teil zur ironischen Generationskomödie gerät: der Villenbesitzer erweist sich nämlich als Alt-68er, der die drei jungen Rebellen mit Anekdoten von Rudi Dutschke und der freien Liebe unterhält.

 

Die fetten Jahre sind vorbei Deutschland/Österreich 2004, 126 Minuten, ab 12 Jahren, R: Hans Weingartner D: Daniel Brühl, Julia Jentsch, Stipe Erceg, Burghart Klaußner

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