Emil und die Detektive

emil Damit hatte der böse Herr Grundeis bestimmt nicht gerechnet: Im Zug nach Berlin hatte er den kleinen Emil Tischbein mit präparierten Bonbons betäubt und ihm dann die 120 Mark abgenommen, die eigentlich für die Oma bestimmt waren. Doch gemeinsam mit Gustav mit der Hupe und so ziemlich allen Berliner Lausbuben kann Emil den Halunken schließlich überführen.

Der von Billy Wilder geschriebene und von Gerhard Lamprecht inszenierte Film gilt in seiner ungekünstelten Alltäglichkeit, mit der Natürlichkeit seiner Sprache und dem selbstverständlichen Spiel seiner jungen Akteure als eines der wichtigsten Werke des frühen deutschen Tonfilms und als wahrscheinlich beste Verfilmung eines Kästner-Romans. Darüber hinaus ist „Emil und die Detektive“ aber auch ein Film über Berlin. Auf unaufdringliche Weise wird die Großstadt nicht nur zum Schauplatz, sondern zum einzig möglichen Schauplatz für die Geschichte und im Laufe des Durchquerens der Stadt – für Emil wie für den Zuschauer gleichermaßen Entdeckungsreise –zum aktiven Handlungsträger.

„Emil und die Detektive“ war ein Riesenerfolg und lief auch noch in den Jahren nach 1933 in den deutschen Kinos, als Kästners Bücher schon verbrannt waren und er selbst Schreibverbot hatte.

Emil und die Detektive Deutschland 1931, 75 Minuten, ab (o.A.) Jahren, R: Gerhard Lamprecht, D: Rolf Wenkhaus, Fritz Rasp, Käthe Haack

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