Panzerkreuzer Potemkin

Auch Sergej Eisensteins Stummfilmklassiker „Panzerkreuzer Potemkin“ gehört zu dem Filmkanon für den Schulunterricht, den eine Kommission im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung erarbeitet hat.

Erst kommt das Essen, dann die Moral. Das gilt auch 1905 im russisch-japanischen Krieg. Auf dem zaristischen Panzerkreuzer Potemkin wird durch ein madiges Stück Fleisch eine Meuterei ausgelöst. Als der Kapitän die Aufrührer erschießen lassen will, ruft ein Matrose zum Kampf auf. Die Bürger Odessas solidarisieren sich schnell mit den Aufständischen, doch ihre Demonstration wird brutal niedergeschlagen. Zur gleichen Zeit wird die Potemkin von der Schwarzmeerflotte gestellt. Die Matrosen der anderen Schiffe weigern sich allerdings, auf ihre Kameraden zu schießen, und so gelingt es dem Kriegsschiff, in einen neutralen Hafen einzulaufen.

Eisensteins avantgardistisches Meisterwerk ist nach den Prinzipien der Tragödie in fünf Akte gegliedert: „Menschen und Maden“, „Tragödie auf dem Schiff“, „Ein Toter ruft auf“, „Die Treppe von Odessa“ und „Begegnung mit dem Geschwader“. Durch die sogenannte „Montage der Attraktionen“ werden die einzelnen Akte in eine Unmenge von Details aufgelöst. So gelang dem Regisseur eine mitreißende Kombination von Kunst und Propaganda, die die Entwicklung des modernen Kinos nachhaltig beeinflusst hat. Einige Szenen des Films – etwa das Blutbad auf der Hafentreppe von Odessa – sind bis heute unvergesslich.

Panzerkreuzer Potemkin UdSSR 1925, 75 Minuten, ab 12 Jahren, R: Sergej M. Eisenstein, D: Alexander Antonow, Wladimir Barskij, Grigori Alexandrow

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