Was Mädchen wollen

Es war einmal ein Mädchen namens Daphne, das schön und weiß von Angesicht war und nur den einen Wunsch hatte, seinen Vater kennen zu lernen. Also sprach es zu seiner Mutter: „Ich habe das Gefühl, als wäre ich nur zur Hälfte da. Wie soll ich ohne die andere Hälfte wissen, wer ich eigentlich bin?“ Die Mutter antwortete: „Daphne, dass du jemanden kennen lernst, der dieselbe DNS hat wie du, ist nicht die Antwort. Viel wichtiger ist, dass du dich selbst kennen lernst!“

Daphne aber war ein treffliches Trotzköpfchen, und so packte sie ihre sieben Sachen und nahm den Weg beherzt zwischen die Beine. Ihr Ziel war London, denn dort lebte ihr Vater in einem Schloss zusammen mit seiner Verlobten und deren Tochter, die garstig von Herzen waren.

Der Vater nahm sein Kind bei sich auf, beschenkte es bald mit schönen Kleidern und Geschmeiden und machte es auch mit allerlei Edelmännern bekannt. Daphne jedoch hatte Feuer gefangen für einen jungen Spielmann mit Namen Ian, der hatte wenig zu beißen und zu brechen, war aber gescheit und wusste sich in alles wohl zu schicken. „Warum passt du dich an, wenn es dir doch vorbestimmt ist, dich von der Masse abzuheben?“, fragte der Jüngling seine Braut. Nun geschah es, dass sie so leben wollte wie ehedem und so nahm sie Reißaus und floh ihrem Vater und ihrem Angebeteten …

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute, möchte man nach dieser süßlichen Märchenverfilmung nur noch ausrufen. Sicher: die Kernzielgruppe dieses oberflächlichen Spekulationsobjekts, also 12 bis 15-jährige Girlies, wird diese albernen Mätzchen womöglich als romantisch oder so bezeichnen, normale Menschen hingegen nur als peinlich und überflüssig.

 

Was Mädchen wollen USA 2003, 105 Minuten, ab 12 Jahren, R: Dennie Gordon, D: Amanda Bynes, Colin Firth, Kelly Preston

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