Alice’s Restaurant

Arlo Guthries 18 Minuten lange Ballade über „Alice’s Restaurant“ darf in keiner anständigen 68er-Plattensammlung fehlen. Die legendäre Hippiehymne beschreibt das Leben als glückselige Anarchie, in der man zwischen Joints und Sex erzkonservative Ordnungshüter austrickst und den Kriegsdienst in Vietnam verweigert.

Arthur Penns gleichnamige Tragikomödie, die ein Jahr nach seinem „Bonnie und Clyde“-Spektakel entstand, erzählt in leicht wehmütigem Tonfall von einer im Zerfall begriffenen Protestbewegung, deren „Love and Peace“-Träume einer unerbittlichen Realität nicht standhielten. Von Arlo (Arlo Guthrie), der im Knast landet, weil er einen Hamburger auf die Strasse geschmissen hat, der mit der ausgeflippten Alice in einer alten Kirche eine Kommune aufzieht, der nicht zur Army muss, weil er vorbestraft ist und der schließlich allein weiter nach Westen zieht.

Einer der bewegendsten Momente ist sicher, als Arlo seinen sterbenden Vater Woody besucht und dann zu einem Begräbnis Joni Mitchells ‚Songs to aging children come‘ angestimmt wird. Ansonsten jedoch zeichnet sich der Film durch einen sanften, sympathischen Humor aus: nicht so laut und psychedelisch wie in „Easy Rider“, aber mindestens so anarchisch.

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